ZUM THEMA
Das Hoffest samt Rahmenprogramm im
Brandenburgischen Textilmuseum Forst beginnt am Samstag, 4. September, um 14 Uhr. Etwa gegen 18.30 Uhr wird die Ausstellung „Was Hänschen nicht lernt" 125 Jahre Textilfachschule und Förster Schulgeschichte eröffnet. Es gilt der übliche
Eintritt von zwei Euro, ermäßigt 1,50 Euro.
Von Michel Havasi
„Wir werden auf dem Hof einen richtigen Waschtag veranstalten", erklärt Michaela Zuber, Leiterin des Textilmuseums. Dafür werden die alten Maschinen aus den Garagen im Innenhof geholt. Darunter sind auch Industriemaschinen, die noch mit Kohle oder Holz befeuert wurden. Das werde wie zu UrOmas Zeiten. Wer will, kann auch seine dreckige Wäsche von zu Hause mitbringen. Die müsse dann aber auch selbst gereinigt werden, sagt sie und schmunzelt dabei.
Neben dem bunten Wäschetreiben auf dem Hofzeigen dort andere Aussteller, wie zum Beispiel der Noßdorfer Mühlenverein, die Imker aus Forst oder der Verein Land und Leute, ihre Produkte und womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen. Kinder können unter Anleitung weben und filzen. In der Tuchmacherschauwerkstatt lässt sich die Geschichte hautnah erleben und fühlen.
Der eigentliche Grund für das Fest im Textilmuseum ist dessen 15-jähriger Geburtstag, der auf den 26. August fällt. „Wir haben beschlossen, das Jubiläum mit der Museumsnacht des Spree-Neiße-Kreises zu Verbinden", sagt Michaela Zuber. So hofft man im Haus auf möglichst viele Besucher, die ihren Sommerurlaub zu der Zeit auch schon beendet haben.
Meh als 70 Sönderaustellungen wurden während der vergangenen 15 Jahre im Museum gezeigt. Dieses habe seinen festen Platz in der Stadt und sei auch über die Grenzen hinaus bekannt. So statten der Leiterin zufolge regelmäßig Reisegruppen von außerhalb sowie Radtouristen dem Museum an der Sorauer Straße einen Besuch ab.
Neben den technischen Details und Dutzenden Maschinen zum Anfassen soll auch das Kulturelle während des Museumstages nicht zu kurz kommen. So werden die „Lustigen Musikanten" aus Bohsdorf, der l. Förster Frauenchor, der Noßdorfer Männergesangsverein und der Tanzsportclub Smaragd auftreten. Bereits im vergangenen Jahr sei mit den Vereinen Kontakt aufgenommen worden, sagt Michaela Zuber. Die intensiven Vorbereitungen für den Museumstag laufen seit Mai dieses Jahres. Höhepunkt des Abends soll eine Modenschau sein, die Kleidung aus allen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zeigt. Sie soll zudem auf die Ausstellung einstimmen, die am Abend eröffnet wird. „Was Hänschen nicht lernt" heißt sie und lässt 125 Jahre Textilfachschule, die dann zur Textilingenieursschule geworden ist, sowie Förster Schulgeschichte Revue passieren.
Sprechstunden des Amtes Döbern-Land