Zwei Orte  Forst/ L und Döbern aus Brandenburg
Die Stadt hat ca. 22.000 Einwohner und vereint die Ortsteile Mulknitz, Bohrau, Briesnig, Naundorf, Groß und Klein Bademeusel, Groß und Klein Jamno sowie Horno (Rogow). Einst war Forst (Lausitz) Metropole der Textilindustrie und wurde als
„Manchester des Ostens bezeichnet. Bewahrt wird diese Tradition vom Brandenburgischen Textilmuseum (1995). Funktionstüchtige historische Maschinen können hier in Aktion erlebt und zum Teil auch selbst ausprobiert werden. Forst (Lausitz) ist ein Eldorado für Fahrrad-Touristen und Skater. Rund 600 km ausgebaute Radwanderwege stehen für Sie bereit. Wanderer und Naturliebhaber zieht es in die reizvolle Landschaft des Umlandes, wie z.B. die Neißeauen oder die zahlreichen
Naturschutzgebiete mit ihrer teilweise unberührten Schönheit.
Der Ursprung des Ortes Döbern liegt noch im Dunkeln. Bisherigen Erkenntnisse gehen auf das Jahr 1443 zurück. Es ist aber anzunehmen, dass hier in der Geschichtsforschung eine Verwechslung mit Alt-Döbern vorliegen könnte. Gegenwärtige und künftige Heimatforschungen bringen vielleicht Klarheit darüber. Im Gradnetz liegt Döbern etwa 14° 15`östlicher Länge und 51° 36`nördlicher Breite.
Über die Verkehrsverhältnisse in dieser Zeit vor der Entwicklung des Dorfes Döbern zum Glas- und Kohleindustriestandort ist wenig bekannt. Döbern verfügt über ein Erholungsgebiet am Eichwegener Badesee - direkt an der B 115 mit integriertem Zeltplatz. Angrenzende Wälder, teiche und Seen laden zur erholsamen
Spaziergängen ein und Radwanderungen ein. 1927 Döbern erhält als größte Landgemeinde des Kreises Sorau ein eigenes Wappen 1935 Einrichtung einer Volksbücherei
1936 Bei der 50-Jahrfeier des 1886 gegründeten Männergesangsvereines “Germania” erklingt zum ersten Mal das Döberner Heimatlied 1939 Döbern hat 4 012 Einwohner 1969 Döbern erhält Stadtrecht
H. Aurich
St.Nikolai Kirche
Corpus Christi Kirche
H. Aurich
Vor unserer Zeitrechnung, in der Steinzeit, aber auch in der Bronze- und Eiszeit, ist die Gegend von Forst bis Klein
Düben besiedelt gewesen. Dem Gelände nach mögen die vorgeschichtlichen Siedlungen am Südhang des Hohen Berges bis an die B 115 gelegen haben. Auch die gegend zwischen dem Friedhof und Groß Kölzig kann Wohnplatz
gewesen sein. Um das Jahr 900 vor unserer Zeitrechnung begann im hohen Norden ein Klimasturz die Menschen zu vertreiben. Unsere Region durchwandern um 200 vor unserer Zeitrechnung die Burgunden und Wandalen. Slawen dringen um 700 in unser Gebiet.
Um das Jahr 1000 beginnt eine Rückwanderung der nach Süden gezogenen Volksstämme. Sie bringt neue Menschen nach Döbern und Umgebung. 1143 Döbern (wahrscheinlich Taldorf vom wendischen debr-tal, Niederung) - soll bereits im 14. jahrhundert von den Wenden gegründet worden sein und wird am 26. Juli 1443 erstmals in einem Lehnsvertag urkundlich erwähnt. Aus diesem Aktenstück geht hervor, dass auf dem Lehngut Döbern ein Hanns von Kökeritz zu finden ist, der als Zeuge einer Lehnbestätigung für Wenzel und Ulrich von Biberstein genannt wird.